September 2017

Mexiko Video zur Pressererklärung über die 43 verschwundenen Studenten

Link zum Video, wenn Browser das Video nicht abspielt

September 2017

Menschenrechtsverteidiger_innen unter Bedrohung

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Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert tödliche Gewalt und Unterdrückung von Menschenrechtsverteidiger_innen weltweit. Mindestens 281 Aktivist_innen sind im vergangenen Jahr wegen ihrer Arbeit getötet worden.
Selten ist der Einsatz für die Menschenrechte gefährlicher gewesen: Mindestens 281 Menschenrechtsverteidiger_innen wurden allein im vergangenen Jahr getötet, in 94 Staaten wurden Aktivist_innen bedroht oder angegriffen, in 68 Ländern wegen ihrer friedlichen Arbeit festgenommen. Der neue Amnesty-Bericht "Human Rights Defenders under threat: a shrinking space for civil society“ dokumentiert, wie sich Menschenrechtsverteidiger_innen auf der ganzen Welt Angriffen auf ihre Arbeit, ihre Gesundheit, ihr Leben ausgesetzt sehen. In dem Bericht werden auch einige Fälle aus Mexiko, Honduras und El Salvador vorgestellt.

Zum Bericht in Englisch und Spanisch

Juni 2017

Vor neuen Mauern

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Flucht vor der Gewalt in Zentralamerika
In Zentralamerika spielt sich ein Flüchtlingsdrama ab, das angesichts der veränderten politischen Situation in den USA eine besondere Brisanz erhält. Tausende von Menschen verlassen täglich das Länderdreieck El Salvador, Guatemala und Honduras, um sich und ihre Familien in Sicherheit vor der alltäglichen Gewalt in ihren Heimatländern zu bringen. Die Pläne der US-Regierung, die Grenze zwischen Mexiko und den USA dicht zu machen, haben gravierende Folgen für die Migrant_innen.

Zum AI-Bericht in deutscher Übersetzung durch die El Salvador Kogruppe

Zum Bericht in Englisch und Spanisch

Juli 2017

Polizeiwillkür in Mexiko

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Ein fehleranfälliges Justizsystem, eine schlecht ausgebildete Polizei und weitreichende Straflosigkeit. Dies sind die Gründe dafür, dass es in Mexiko noch immer willkürliche Verhaftungen, Folter, außergerichtliche Hinrichtungen und Verschwindenlassen gibt. Der neue Amnesty-Bericht False suspicions: Arbitrary detentions by police in Mexico (Falscher Verdacht: Willkürliche Verhaftungen durch die Polizei in Mexiko) zeigt auf, wie die Polizei in Mexiko routinemäßig Menschen verhaftet, um sie zu erpressen. Häufig fingieren die Beamt_innen Beweismittel, um zu zeigen, dass sie gegen die Kriminalität vorgehen, oder um Personen für ihr menschenrechtliches Engagement zu bestrafen. Die Aussagen im Bericht basieren auf vertraulichen Gesprächen mit Vertreter_innen aus der Polizei und der Justiz.

Zum Bericht in Englisch und Spanisch

März 2017

Unser Jahresrückblick 2016

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Migration, Formen des bewaffneten Widerstandes gegen Mafia und Staat in Mexiko, Gerichtsprozesse in Guatemala, Situation der Menschenrechte in Honduras waren die Themen, die uns im letzten Jahr besonders beschäftigt haben.

Zum Jahresrückblick

Dezember 2016

Internationaler Tag der Menschenrechte

Pressemitteilung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, Amnesty International ist Mitglied in diesem Netzwerk, fordert ein Ende der willkürlichen Verhaftungen von Menschenrechtsverteidiger*innen in Mexiko und die Einrichtung einer unabhängigen Staatsanwalt.

Zur Pressemitteilung auf der Website der Menschenrechtskoordination Mexiko in Deutsch und Spanisch

Oktober 2016

Honduras, Guatemala, El Salvador

HOME SWEET HOME
Die Rolle Honduras, Guatemalas und El Salvadors in einer sich verschärfenden Flüchtlingskrise

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Während Gewalt, Armut und Ungleichheit in Zentralamerika drastisch zunehmen, scheitern die Regierungen von Honduras, Guatemala und El Salvador darin, ihre BürgerInnen zu schützen: die sozioökonomischen Bedingungen und die wachsende Gewalt zwingen Menschen dazu, ihre Heimatländer Richtung Mexiko und die USA zu verlassen. Abgeschoben kehren die Emigranten oft in das gewalttätige Klima ihrer Ursprungsländer zurück und werden hier erneut ihrem Schicksal überlassen.

Amnesty International beobachtet die Situation in Zentralamerika seit Langem und bewertet sie als schwerste Krise seit Jahrzehnten. Der vorliegende Bericht beschreibt die Situation und richtet sich mit Empfehlungen an die Regierungen der Länder.

Zum Bericht in Englisch und Spanisch

Zur (englischsprachigen) Kampagne, aufbereitet mit Zeugenaussagen, Videos und Statistiken sowie der Möglichkeit, an einer Online-Petition teilzunehmen.

Zum AI-Bericht in deutscher Übersetzung durch die El Salvador Kogruppe

Hamburg, Wilhelmsburg, 22. Oktober 2016

Das Recht auf legale Wege

SOLIDARITÄT UND UNTERSTÜTZUNG FÜR GEFLÜCHTETE IN MEXIKO UND EUROPA
Mit Aktivist_innen aus Mexiko!

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Aktivist_innen aus Mexiko berichten angesichts der Grenzabschottung auf beiden Kontinenten: Was sind erfolgversprechende Ansätze, um Flüchtende auf ihren Wegen zu schützen und ihre Rechte zu verteidigen? Welche politische Perspektiven öffnet der Austausch zwischen Aktivist_innen aus Mexiko und Hamburg?

Ort: kaffeeliebe / 19:00 Uhr / Am Veringhof 23 A, 21107 Hamburg (Mit der S 3 oder der S 31 bis Veddel, dann mit dem Bus Linie 13 bis Ersatzhaltestelle Vogelhüttendeich. Dann in die Mannesallee einbiegen, weiter geradeaus an der Kirche vorbei, über die Veringstrasse, über den Platz und weiter geradeaus bis zum Kanal).

Hamburg, 23. Oktober - 25. November 2016

Lateinamerikatage 2016

Demokratisierung in der Sackgasse?
Democratización – ¿un callejón sin salida?

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Auch in diesem Jahr beteiligen wir uns an den Lateinamerikatagen mit mehreren Film- und Informationsveranstaltungen.

 

Zum Programm der Lateinamerikatage 2016 in Hamburg
September 2016

Honduras / Guatemala

"Wir verteidigen das Land mit unserem Blut"

Zur Situation von LandrechtsaktivistInnen und UmweltschützerInnen in Honduras und Guatemala

Foto Honduras und Guatemala gehören weltweit zu den gefährlichsten Ländern für MenschenrechtsverteidigerInnen, die sich für Landrechte und Umweltschutz einsetzen. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in seinem neuen Bericht "We are defending the land with our blood". Er erscheint sechs Monate nach dem Mord an der indigenen Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres und untersucht die zunehmende Bedrohung von LandrechtsaktivistInnen und UmweltschützerInnen in den beiden zentralamerikanischen Ländern."

 

Zum AI-Bericht in Englisch
Zum AI-Bericht in Spanisch

August 2016

Mexiko

VIACRUCIS MIGRANTE - KREUZWEG DER MIGRANT_INNEN

Der Dokumentarfilm von Hauke Lorenz wird im Rahmen des Dualen Jahres 2016/2017 in Mexiko präsentiert

Foto „Wir sehen, wie der mexikanische Staat durch seine Migrationspolitik des Todes und der Unterdrückung das zentralamerikanische Volk weiter bestraft.“
(Fray Tomás González, Leiter der Franziskaner-Herberge „La 72“ in Tenosique)

Hauke Lorenz, Mitglied unserer Gruppe, berichtet in seinem 2015 entstandenen Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migranten_innen“ über Einzelschicksale von Menschen, die sich in der Migrantenherberge „La 72“ in Tenosique (Bundesstaat Tabasco/Mexiko) einige Tage erholen. Sie haben nichts außer ihrem Glauben und der Hilfe einiger Mutiger. Der Film, der im März ds.J. beim Schleswig-Holstein Filmfestival Premiere feierte und im Verleih „thede e.V.“ vertrieben wird, wird jetzt im Rahmen des Deutsch-Mexikanischen Jahres in Anwesenheit des Regisseurs auch vor Ort in Mexiko gezeigt. (siehe Pressemitteilung)

Das Thema Migration beschäftigt uns seit Jahren. Unsere Foto-Wanderausstellung „Unsichtbare Opfer: Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko“ wurde in den letzten fünf Jahren in über 50 deutschen Städten gezeigt und steht auch weiterhin zum kostenlosen Verleih zur Verfügung.

Zur Pressemitteilung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko
Zur Filmkritik in der taz vom 04.08.2016, Migration als Passionsgeschichte
Den Trailer und weitere Informationen zum Film finden Sie auf www.viacrucismigrante.com.

28. Juni 2016

Mexiko

SEXUALISIERTE FOLTER GEGEN FRAUEN IN MEXIKO

Begangen von Polizei und Militär

FotoAmnesty International hat mit 100 Frauen in mexikanischen Bundesgefängnissen über die Umstände ihrer Festnahme und Vernehmung gesprochen. Der Bericht "Surviving Death: Police and Military Torture in Mexico" offenbart das schockierende Ausmaß an Gewalt durch Sicherheitskräfte, dem Frauen während dieser Zeit ausgesetzt sind.

Weiterlesen

 

Zum Download des AI-Bericht in Englisch und Spanisch: Surviving Death: Police and Military Torture in Mexico / Sobrevivir a la Muerte: Tortura de Mujeres por Policías TORTURA DE MUJERES POR POLICÍAS y Fuerzas Armadas en México

März 2016

Mexiko

EINE GLEICHGÜLTIGE BEHANDLUNG – DIE REAKTIONEN DES STAATES AUF DAS VERSCHWINDEN VON PERSONEN IN MEXIKO

Die Dokumentation zeigt die Inkompetenz und den fehlenden Willen der staatlichen Behörden nach den Verschwundenen zu suchen und effiziente Ermittlungen durchzuführen.

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In Mexiko spielt es keine Rolle, ob es sich beim Verschwinden von Menschen um einen unbekannten Fall oder um einen Fall handelt, der nationale und internationale Aufmerksamkeit erhält. Es spielt auch keine Rolle, ob dabei Staatsbedienstete oder nicht-staatliche Akteure am Werk waren. Die Behörden scheinen nicht in der Lage zu sein, stichhaltige Antworten zu geben, die substanziell zur Wahrheitsfindung, Gerechtigkeit und Entschädigung von mehr als 27.000 verschwundenen Personen beitragen könnten.

Amnesty International hat die Unzulänglichkeiten des Staates bei der Suche nach Verschwundenen und effektiven Ermittlungen, die zu einer Identifizierung und Ahndung der Verantwortlichen führen könnten, dokumentiert. Amnesty möchte den mexikanischen Staat ermahnen und ersuchen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen, insbesondere das vorgesehene Allgemeine Gesetz zum Verschwinden höchsten internationalen Standards anzupassen. Hierzu werden eine Reihe von Empfehlungen ausgesprochen.

Zum AI-Bericht in deutscher Übersetzung: Eine gleichgültige Behandlung - Die Reaktionen des Staates auf das Verschwinden von Personen in Mexiko
Den Bericht in Englisch und Spanisch finden Sie hier.

9. März 2016

Honduras

VERSAGEN DER BEHÖRDEN BEI DEN ERMITTLUNGEN IM MORDFALL BERTA CACERES

Vom 5. bis zum 9. März befand sich eine AI-Delegation mit der AI-Amerikas-Koordinatorin Erika Guevara Rosas in Honduras. In einem Zwischenfazit wirft AI den honduranischen Behörden Tatenlosigkeit vor.

Zahlreichen Hinweisen auf die Urheber des Mordes an der international bekannten Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres werde nicht nachgegangen, stattdessen konzentriere man sich darauf, Angehörige der Indigenenorganisation COPINH zu verhören, deren Koordinatorin Berta Cáceres war. Gustavo Castro, einziger Zeuge des Attentats, wird an der Ausreise nach Mexiko gehindert und befindet sich nach Einschätzung von Amnesty International in Lebensgefahr. Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández weigert sich, die Amnesty-Delegation zu treffen.

Weitere Informationen zu den Ermittlungen finden Sie unter folgenden Links in englischer Sprache:
Honduras: Deep failures in investigation into activist’s killing put many at risk.

Honduras: Amnesty International’s experts to meet authorities over attacks against activists.

Auf Twitter kann man dem Amerikas-Team von Amnesty folgen: https://twitter.com/AIDefensorxs?lang=de

Zu den Eilaktionen für Gustavo Castro Soto und seinen Bruder Oscar Castro

3. März 2016

Honduras

BERTA CACERES ERMORDET

Die international bekannte Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres wurde in der Nacht zum 3. März in ihrem Haus in Intibucá erschossen.

Foto Unbekannte drangen in ihr Haus ein und töteten die Sprecherin der Indigenenorganisation COPINH im Beisein ihres Freundes Gustavo Castro. Der mexikanische Aktivist des bergbaukritischen Netzwerks REMA wurde bei dem Attentat verletzt.

Berta Cáceres hatte in letzter Zeit Morddrohungen erhalten, die vor allem im Zusammenhang mit dem Staudammprojekt Agua Zarca zugenommen hatten. Sie hatte gegen den Bau gekämpft, an dem auch das deutsche Unternehmen Siemens über sein Joint-Venture Voith Hydro beteiligt ist.

Weitere Aktionen sind in Arbeit und werden an dieser Stelle abrufbar sein.

Februar 2016

Americas: Defenders under Attack / MenschenrechtsverteidigerInnen im Visier!

Promoting sexual and reproductive rights in the Americas / Einsatz für sexuelle und reproduktive Rechte in den Amerika

Foto Unter diesem Titel ist im Dezember 2015 ein Amnesty-Bericht zur besonderen Situation der Menschenrechtsverteidiger_innen in amerikanischen Ländern erschienen, die sich für die sexuellen und reproduktiven Rechte einsetzen. In dem Bericht dokumentiert Amnesty International die spezifischen Muster von Angriffen, denen die Verteidiger_innen selbst – aber auch die Menschen, die ihnen nahe stehen - ausgesetzt sind. Dies betrifft in „unserer“ Region Länder wie Mexiko und ganz besonders El Salvador.

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Januar 2016

Folter und Straflosigkeit in Mexiko:
Versprechungen nur auf dem Papier

Die seuchenartige Verbreitung von Folter besteht fort

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Der neueste Bericht zur Folterpraxis und Straflosigkeit in Mexiko in deutscher Übersetzung finden Sie hier.

Zum Bericht

Dezember 2015

Unser Jahresrückblick 2015

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Migration, die Bedrohung von Journalisten, das Verschwindenlassen von Menschen, deutsche Waffenexporte sowie die Folgen des Bergbaus waren die Themen, die uns im letzten Jahr besonders beschäftigt haben.

Zum Jahresrückblick

Dezember 2015

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet oder werden Opfer des gewaltsamen Verschwindenlassens, weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren.

Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!
Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie zeigen den Verantwortlichen, dass diese Menschen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.

Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!
Schreiben Sie Briefe in dem Fall des seit 2009 verschwundenen Mexikaners

Héctor Rangel Ortiz

Zum Hintergrund

Einen Musterbrief finden Sie hier.

Oktober 2015

Mexiko: Das Ende der vierten Gewalt? – Journalisten als Freiwild

Die mexikanische Journalistin und Autorin Marcela Turati berichtet über die aktuelle Situation in Mexiko und diskutiert über investigativen Journalismus mit ihren deutschen Kollegen.

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Kritische Journalisten_innen gehen in Mexiko immer häufiger ein tödliches Risiko ein, wenn sie ihren Beruf ausüben und auf Verzahnungen der organisierten Kriminalität mit Personen aus Wirtschaft, Politik und Drogenhandel hinweisen.

Mexiko befindet sich in einer schweren politischen Krise. Die Meldungen über die verschwundenen (und wahrscheinlich getöteten) 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa hatten im Herbst 2014 in der Bevölkerung das Fass der Empörung zum Überlaufen gebracht.

Ende Juli 2015 wurden in einer Wohnung in Mexiko-Stadt der aus Veracruz geflüchtete Fotojournalist Rubén Espinosa, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und weitere drei Frauen gefoltert und mit Genickschuss hingerichtet. Espinosa hatte soziale Bewegungen und Polizeiübergriffe dokumentiert. Der Gouverneur des Bundesstaats hat keinen Handschlag dafür getan, auch nur einen der 14 Morde an Journalisten in drei Jahren seiner Amtszeit aufzuklären. Die Täter bleiben in aller Regel straffrei.

Auch Mexikos Bundesregierung lässt kritische Journalisten auf eine Weise im Stich, dass sie de facto vogelfrei sind. Dass es überhaupt noch welche gibt, die sich um Recherchen auch zu heiklen Themen bemühen, grenzt an ein Wunder. Mit einem absoluten Machtanspruch wird die Gewaltenteilung ausgehebelt und die „vierte Gewalt“ bekämpft.

Vortrag und Diskussion mit Marcela Turati. Turati schreibt für das Wochenmagazin „Proceso“ zu sozialen Themen und Menschenrechtsfragen. Mit ihrem Buch Fuego Cruzado: las víctimas atrapadas en la guerra del narco thematisierte sie erstmals die neue Welle der Gewalt in Mexiko. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2011 mit dem deutschen Journalistenpreis Walter Reuter.

Podiumsgespräch mit Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen) und Stefan Endter (Deutscher Journalisten Verband - Hamburg),
Moderation: Peter Burghardt (Süddeutsche Zeitung)

Donnerstag, 29.10.2015, 19:00 Uhr, Eintritt frei, im
Instituto Cervantes, Chilehaus, Fischertwiete 1, Eingang B (U1 Meßberg)

September 2015

Mexiko: skandalöser Vertuschungsversuch im Fall der "Verschwundenen"

Schicksal der verschwundenen Studenten aufklären! Amnesty International - Petition im Rahmen der Stop Folter Kampagne

Foto23. September 2015 - Vor einem Jahr sind 43 Studenten eines Ausbildungszentrums für Lehrkräfte in Iguala im Bundesstaat Guerrero "verschwunden". Das nachlässige Vorgehen der mexikanischen Behörden bei den seither durchgeführten Ermittlungen gibt eine skandalöse Vertuschung preis, die von höchster Regierungsebene eingefädelt wurde, so Amnesty International.
Weitere Informationen
Direkt zur Petition

September 2015

ARD-Themenabend zu deutschen Waffenexporten

Spielfilm "MEISTER DES TODES" von Daniel Harrich

Am 23. September veranstaltet die ARD einen Themenabend zu deutschen Waffenexporten in Unruheregionen. Dazu werden der Spielfilm "Meister des Todes" und die Dokumentation "Tödliche Exporte - wie das G36 nach Mexiko kam" gezeigt.

Voraufführungen des Films "Meister des Todes" gibt es in ausgewählten deutschen Städten. Amnesty ist Kooperationspartnerin und wird mit Infoständen und Experten vor Ort sein.
Weitere Informationen

Zum Film: Deutsche Waffen tauchen in vielen Krisengebieten der Welt auf, entgegen den angeblich restriktiven staatlichen Kontrollmechanismen. Im Zentrum der Kritik stehen deutsche Waffenfirmen. Der Thriller "Meister des Todes" greift diese Thematik auf und erzählt von einer solchen Firma. Die Geschichte des Films ist fiktiv, wenn auch inspiriert durch aktuelle Recherchen. Eine Waffenfirma in wirtschaftlicher Bedrängnis von Finanzinvestoren übernommen und nun unter enormen Druck gesetzt, die Umsätze zu steigern, betreibt immer umfangreichere Exportgeschäfte an immer fragwürdigere Kunden - bis an die Grenzen der Illegalität. Realer Hintergrund zu diesem Filmstoff sind die dubiosen Geschäfte der deutschen Waffenschmiede Heckler & Koch mit Mexiko.

Zum Video in der Mediathek der ARD
Weiterer Sendetermin: Dienstag, 06.10.2015, 23:45 Uhr, Eins Festival
August 2015

MEXIKO

PROTESTSCHREIBEN ZUM MEHRFACHMORD IN MEXIKO-STADT

Am 31. Juli 2015 wurden in einer Wohnung in Mexiko-Stadt der Fotojournalist Rubén Espinosa, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und weitere drei Frauen gefoltert und mit Genickschuss hingerichtet.

Espinosa hatte soziale Bewegungen und Polizeiübergriffe dokumentiert. Er und Nadia Vera waren nach massiven Bedrohungen aus Veracruz geflüchtet. Der Gouverneur des Bundesstaates hat keinen Handschlag dafür getan, auch nur einen der 14 Morde an Journalisten in drei Jahren seiner Amtszeit aufzuklären. Die Täter bleiben in aller Regel straffrei. Auch Mexikos Bundesregierung lässt kritische Journalisten auf eine Weise im Stich, dass sie de facto vogelfrei sind. Dass es überhaupt noch welche gibt, die sich um Recherchen auch zu heiklen Themen bemühen, grenzt an ein Wunder.

Amnesty International hat zwar in Mexiko protestiert, aber leider keine sachdienliche Information für Gruppen aufbereitet. Wir verlinken deshalb hier auf die Protestaktion des Netzwerks "Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko", dem auch Amnesty als Mitglied angehört.

Zur Protestaktion

August 2015

BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN

Mexiko - Ángel Colón

FotoDer afro-honduranische Migrant Ángel Colón versuchte Anfang 2009 über Mexiko in die USA zu gelangen. Er hoffte, dort eine Arbeit zu finden, um die medizinische Behandlung seines krebskranken Sohnes bezahlen zu können. Im März 2009 wartete er in einem Haus in der mexikanischen Stadt Tijuana auf eine Möglichkeit, die Grenze überqueren zu können. Dort wurde er von Polizisten festgenommen und an den folgenden Tagen gefoltert und anderweitig misshandelt. Die Polizei verlegte Ángel Colón in ein Hochsicherheitsgefängnis. Dort blieb er inhaftiert, bis die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen ihn im Oktober 2014 fallen ließ und seine bedingungslose Freilassung veranlasste. Die Generalstaatsanwaltschaft ergriff zwar einige Maßnahmen hinsichtlich der Untersuchung der Foltervorwürfe; diese blieben jedoch zum Großteil wirkungslos. Ángel Colón hat von der mexikanischen Regierung noch immer keine Entschädigungsleistungen für die erlittenen Menschenrechtsverletzungen erhalten.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an die Generalstaatsanwältin von Mexiko, in denen Sie sie darum bitten, unverzüglich eine umfassende und unabhängige Untersuchung zur Folterung von Ángel Colón durchzuführen, die Ergebnisse dieser Untersuchung zu veröffentlichen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

- Musterbrief (spanisch) -

Juni 2015

AMNESTY LÄNDERBERICHTE 2014/15

Die Länderberichte 2014/15 zu Mexiko und den zentralamerikanischen Ländern können unter "Länderinformationen" abgerufen werden.

Februar 2015

GUATEMALA

Bergbau in Guatemala: Rechte in Gefahr

Foto In den letzten Jahren sind immer mehr Konflikte um Minen in Guatemala entstanden. Indigene Völker und nicht-indigene Gemeinden protestierten gegen die Inbetriebnahme von Minen auf ihrem Land und in der Nähe ihrer Häuser. In diesem Bericht geht es um die Befürchtungen der Gemeinden, dass der Bergbau Menschenrechte verletzt, sowie um ihre wiederholten Beschwerden, dass sie im Planungsstadium der Projekte nicht angemessen konsultiert wurden. Amnesty International fordert die guatemaltekischen Behörden auf, sich für die angemessene Aufnahme des Schutzes entsprechender Menschenrechte in die neue Gesetzgebung einzusetzen.
Zum AI-Bericht vom September 2014(Verfügbar in Englisch, Französisch und Spanisch)

Im Zusammenhang mit diesem Bericht möchten wir auch auf den 2013 produzierten Dokumentarfilm „Gold Fever“ (84 Min) zum Thema hinweisen.
Zum Trailer
GUATEMALA (Januar 2015)

Verurteilung von Ex-Polizeichef bringt Gerechtigkeit für die Opfer des Angriffs auf die spanischen Botschaft von 1980

Zur AI-Nachricht in Englisch
Foto
Mexiko gehört zu den fünf ausgewählten Beispielländern der weltweiten Stop Folter-Kampagne.

Mexiko (Oktober 2014)

Mexiko: Schockierender Anstieg von Folterfällen

Folter und Misshandlung durch Polizisten und Soldaten sind - trotz Verbot - erschreckend weit verbreitet. Im Zuge der Militäreinsätze gegen die Drogenkriminalität ist die Zahl der Fälle sprunghaft angestiegen. Amnesty fordert die mexikanische Regierung zum sofortigen Handeln auf, um den verbreiteten Einsatz von Folter durch Polizei und Militär zu stoppen. Innerhalb von Justiz, Polizei und Militär herrscht eine Kultur der Toleranz gegenüber Folter. Folterer gehen fast immer straffrei aus. Um die Folter zu bekämpfen, fordert Amnesty von Mexiko insbesondere, das so genannte Istanbul-Protokoll umzusetzen. Es handelt sich um einen internationalen Standard zur Untersuchung von Foltervorwürfen durch medizinische Experten.

Wir haben den Anfang September erschienenen Bericht ins Deutsche übersetzt.
Zum Originalbericht in Englisch (mit vielen Fotos)
Zur deutschen Übersetzung
Nikaragua (April 2014)

DIE ZENTRALEN BESORGNISSE HINSICHTLICH FÖRDERUNG UND SCHUTZ DER MENSCHENRECHTE IN NIKARAGUA

Vorlage von Amnesty International aus Anlass des Universal Periodic Review der UN (April bis Mai 2014)

Mit dem "Universellen Periodischen Überprüfungsverfahren" (Universal Periodic Review, UPR) soll sichergestellt werden, dass regelmäßig überprüft wird, ob ein Staat seine menschenrechtlichen Verpflichtungen erfüllt. Als Grundlage für diese Überprüfung dienen unter anderem auch Stellungnahmen von Amnesty International. Hauptthema des Berichts ist die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Zum AI-Bericht zur Menschenrechtslage in Nikaragua
Zur englischen Fassung
Mexiko (November 2013)

DAS VERSCHWINDENLASSEN VON MENSCHEN IM BUNDESSTAAT COAHUILA

Foto

Interview mit Jorge Verástegui

Der Mitbegründer der Organisation Fuerzas Unidas por Nuestros Desaparecidos en Coahuila (FUNDEC), die sich die Suche und das Wiederauffinden von verschwundenen Verwandten zum Ziel gesetzt hat, hielt sich auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung im Oktober 2013 zu einem Besuch in Berlin auf.



Zum Interview
Honduras (November 2013)

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN HONDURAS

Offener Brief an die Kandidaten

Am 24. November finden in Honduras die Wahlen statt. AI richtet sich im Vorfeld an die acht Präidentschaftskandidaten und fordert sie in einem offenen Brief auf, die Menschenrechte anzuerkennen und Menschenrechtsverteidiger zu schützen.

Zur AI-Pressemitteilung und dem Text des Briefes in Englisch
Zur AI-Pressemitteilung in Spanisch
Zur Antwort der Kandidaten in Spanisch
Honduras (November 2013)

BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN

Honduras: COFADEH

Die Organisation COFADEH (Comité de Familiares de Detenidos-Desaparecidos en Honduras) setzt sich für die Familienangehörigen von Inhaftierten und "Verschwundenen" ein und zählt zu den wichtigsten Menschenrechtsorganisationen in Honduras. Sie engagiert sich für Menschen, die aktuell von Menschenrechtsverletzungen durch die Sicherheitskräfte betroffen sind, und bemüht sich um Gerechtigkeit für die "Verschwundenen" der 1980er Jahre. Außerdem bildet sie MenschenrechtsverteidigerInnen aus.

Weiterlesen

Mexiko (August 2013)

GEWALTSAMES VERSCHWINDENLASSEN IN MEXIKO

Das Verschwindenlassen von Menschen ist in Mexiko zur Normalität geworden. Nationale und bundesstaatliche Behörden weigern sich durchzugreifen und tolerieren somit gewaltsames Verschwindenlassen.

Im Juni 2013 veröffentlichte Amnesty International einen Report über gewaltsames Verschwindenlassen in Mexiko. Daraus geht hervor, dass in der Amtsperiode von Präsident Felipe Calderón (2006-2012) über 26.000 Menschen spurlos verschwunden sind und dass in Mexiko jeder zum Opfer dieses Verbrechens werden kann.

Am 19.08.2013 forderte der Generalsekretär von Amnesty International, Salil Shetty, den mexikanischen Präsidenten Peña Nieto in einem offenen Brief dazu auf, als Oberbefehlshaber der mexikanischen Streitkräfte die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass Staatsbedienstete keine Menschenrechtsverletzungen wie gewaltsames Verschwindenlassen mehr begehen.

Zum AI-Bericht in Deutsch (PDF)
Zum AI-Bericht in Englisch (PDF)
Zum AI-Bericht in Spanisch (PDF)

Offener Brief von Salil Shatty (Deutsch)

Video

Mexiko (Juli 2013)

BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN

Tag für Tag werden Menschen gefoltert, wegen ihrer Ansichten, Hautfarbe oder Herkunft inhaftiert, ermordet, verschleppt oder man lässt sie "verschwinden". AMNESTY INTERNATIONAL veröffentlicht regelmäßig Einzelschicksale, um an das tägliche Unrecht zu erinnern. Internationale Appelle helfen, solche Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und zu beenden.

Im Jahr 1974 "verschwand" Rosendo Radilla (Mexiko) spurlos. Seine Tochter Tita Radilla engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für diejenigen, die in Mexiko dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sind. Sie können mit Ihrem persönlichen Engagement dazu beitragen, dass Folter gestoppt, ein Todesurteil umgewandelt, ein Mensch aus politischer Haft entlassen wird, oder dass zumindest nach einem Verschwundenen gesucht wird. Schreiben Sie bitte einen höflich formulierten Brief gemäß beigefügtem Muster. Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine digitale Kopie an info@amnesty.de und an casa@amnesty-hamburg.de.

Zum Brief
(August 2013)

AMNESTY LÄNDERBERICHTE 2013

Die Länderberichte 2013 zu Mexiko und den zentralamerikanischen Ländern können unter "Länderinformationen" abgerufen werden.

Mexiko (Dezember 2012)

NEUER AMNESTY-BERICHT

Schmerz in Hoffnung verwandeln
Zur Lage von Menschenrechtsverteidiger_innen in Mexiko und Zentralamerika

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Am 7. Dezember hat Amnesty International einen neuen Bericht zur Situation von Menschenrechtsverteidiger_innen in den Amerikas herausgebracht, der sich auf Nord-, Zentral- und Südamerika sowie die Karibik bezieht.

Die Dokumentation enthält zahlreiche Fälle zu den von uns betreuten Ländern in Zentralamerika und Mexiko. Wir hoffen, dass dieser Bericht bei den lokalen Gruppen in Deutschland einschlägt und euch anregt, den einen oder anderen Fall aufzugreifen und den Menschen ein Stück näher zu kommen, die teilweise unter schwierigsten Umständen und trotz aller Risiken ihrer Arbeit nachgehen.

Zum AI-Bericht in Deutsch (PDF)
Zum AI-Bericht in Englisch (PDF)
Zum AI-Bericht in Spanisch (PDF)
Mexiko (Oktober 2012)

NEUER AMNESTY-BERICHT

Bekannte Schuldige, unbeachtete Opfer
Folter und Misshandlung in Mexiko

Foto

Während der jetzt zu Ende gehenden Amtszeit von Präsident Calderón ist die Zahl der Berichte über Folter und andere Misshandlungen in Mexiko, die Amnesty International erreicht hat, stark angewachsen. Dieser Anstieg hat stattgefunden, obwohl die mexikanischen Behörden einige Maßnahmen getroffen haben, die Folterpraxis einzudämmen. Wegen der Begrenztheit der Maßnahmen und der ineffizienten Umsetzung muss man sich fragen, ob die Behörden überhaupt gewillt sind, die lang andauernden Muster von Folter und Straflosigkeit in diesem Land zu beenden.

Zum AI-Bericht (PDF)
Zum AI-Bericht in Englisch (PDF)
Zum AI-Bericht in Spanisch (PDF)

Mexiko (August 2012)

HISTORISCHE ENTSCHEIDUNG DES OBERSTEN GERICHTSHOFES

28. August 2012 - Der Oberste Gerichtshof in Mexiko hat ein Urteil von historischer Tragweite gefällt:

Im Fall des von Soldaten getöteten Bonfilio Rubio Villegas erklärte das Gericht die Zivil- und nicht die Militärgerichtsbarkeit für zuständig. Amnesty International fordert, dass dieses Urteil als Präzedenzfall angesehen wird, der für alle von Angehörigen der Streitkräfte an Zivilpersonen verübten Menschenrechtsverletzungen gilt.

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El Salvador (August 2012)

MASSAKER VON EL CALABOZO JÄHRT SICH ZUM 30. MAL

Gerechtigkeit für die Angehörigen und Überlebenden des Massakers

Foto Survivors and relatives of victims of the 22 August 1982 El Calabozo massacre. From left to right; Felicita, Emma, Adriana, Jesús, Edelmira. El Salvador, April 2012. © Amnesty International

Am 22. August 2012 jährt sich das Massaker von El Calabozo zum 30. Mal. 1982 waren im Norden El Salvadors mehr als 200 unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder kaltblütig von salvadorianischen Soldaten erschossen worden, nachdem sie vor einer Militäraktion in ihrem Dorf geflohen waren und am Ufer eines Flusses Schutz vor einem Gewitter gesucht hatten. Bis heute kämpfen ihre Angehörigen um Gerechtigkeit, ohne dass die Verantwortlichen für ihre Tat jemals zur Rechenschaft gezogen wurden.
Zum 30. Jahrestag startet Amnesty International eine Online-Aktion. Unterstützen Sie die Opfer in ihrem Kampf für Gerechtigkeit. Fordern Sie die Regierung El Salvadors auf, endlich dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen vor ein Gericht gestellt werden.

Zur Amnesty-Aktion (in Englisch)

Honduras (Mai 2012)

OFFENER BRIEF AN DIE HONDURANISCHE REGIERUNG

Massive Verschlechterung der Sicherheitslage von JournalistInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen

Seit Anfang 2012 dokumentiert Amnesty International eine massive Verschlechterung der Sicherheitslage von JournalistInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen in Honduras. Amnesty zeigt sich zutiefst besorgt über die zunehmenden Drohungen und Angriffe auf JournalistInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen und fordert den Präsidenten der Republik Honduras und seine Regierung öffentlich und eindringlich auf, schnell und effektiv auf die Übergriffe zu reagieren.

Zum Offenen Brief
Aufruf zum Schutz für Dina Meza

Guatemala (April 2012)

ERSTE ERFOLGE IM KAMPF GEGEN DIE STRAFLOSIGKEIT

Herausforderungen bleiben

In den letzten Monaten mehren sich Meldungen über Fortschritte im Kampf gegen die Straflosigkeit in Guatemala. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun. Amnesty International fordert ein Ende der Straflosigkeit für alle Verantwortlichen der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit, die während des langjährigen Konflikts begangen wurden. Alle Verantwortlichen in den Befehlsketten müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

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El Salvador (29. März 2012)

AMNESTY-ERKLÄRUNG ZUM 20. JAHRESTAG DER VERSCHWUNDENEN KINDER

Bringschuld für El Salvador: Der Aufenthaltsort von Hunderten von verschwundenen Kindern muss festgestellt werden.

Der salvadorianische Staat muss seine Verpflichtungen gegenüber den Familienangehörigen und der internationalen Gemeinschaft erfüllen und den Aufenthaltsort von Hunderten von Kindern feststellen, die während des bewaffneten Konfliktes (1980–1992) verschwunden sind. Die Verantwortlichen dafür müssen vor Gericht gestellt werden. Dies sagte Amnesty International am "Tag der verschwundenen Kinder".

Zum Wortlaut der Erklärung in deutscher Übersetzung

Mexiko (20. Februar 2012)

OFFENER BRIEF VON AMNESTY

Das Internationale Sekretariat von Amnesty International hat an den mexikanischen Innenminister Dr. Alejandro Poiré einen Offenen Brief gerichtet.

Es geht um zu Unrecht verfolgte und bedrohte Menschenrechtsverteidiger. Hervorgehoben werden die Fälle der Indigenenführer Maximino García Catarino in Ayutla (Bundesstaat Guerrero), sowie José Ramón Aniceto Gómez und Pascual Agustín Cruz in Atla (Bundesstaat Puebla). Der Brief enthält die Ankündigung, dass die drei Inhaftierten voraussichtlich in Kürze als gewaltlose politische Gefangene anerkannt werden.

Zum Wortlaut des Briefes in deutscher Übersetzung

Panama (13. Dezember 2011)

FORDERUNG NACH UNTERSUCHUNG VON MENSCHENRECHTSVERBRECHEN

Nach der Auslieferung von Manuel Noriega werden neue Ermittlungen dringend erforderlich

Nach der Auslieferung des panamaischen Ex-Diktators Noriega durch Frankreich an Panama am 11. Dezember 2011 fordert Amnesty International die Wiederaufnahme von Untersuchungen von Menschenrechtsverbrechen, die während der Amtszeit des 77-jährigen Generals begangen worden sind.

Foto Panamas früherer Militärmachthaber Manuel Noriega wird zahlreicher Verbrechen gegen die Menschenrechte beschuldigt.

 

 

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Mexiko (13. Dezember 2011)

DRINGENDER APPELL AN MEXIKO, DIE TODESSCHÜSSE AUF STUDENTEN NACH ZUSAMMENSTÖSSEN MIT DER POLIZEI ZU UNTERSUCHEN

Amnesty International hat die mexikanischen Behörden aufgefordert, eine vollständige und unabhängige Untersuchung einzuleiten, um den Tod von zwei Studenten aufzuklären.

Die Todesfälle ereigneten sich am 12. Dezember 2011 im südlichen Bundesstaat Guerrero im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei während einer Demonstration.

Foto "Die mexikanischen Behörden müssen begründen, was bei der Reaktion der Polizei auf die Proteste falsch gelaufen ist und zum Tod der Studenten geführt hat."

Rupert Knox, Mexiko-Experte, Amnesty International

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Mexiko (November 2011)

UNSICHTBARE OPFER: MIGRANTEN AUF IHREM WEG DURCH MEXIKO

Video zur AI-Kampagne mit deutschen Untertiteln

Hier kann man sich an der Aktion (englisch) beteiligen.

Mexiko (November 2011)

JOURNALISTEN OPFER EINER NEUEN WELLE VON GEWALT

UN Sonderberichterstatter sagt, Mexiko ist für Journalisten das gefährlichste Land in den Amerikas

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Bewaffnete Gruppen haben zwei Zeitungsbüros in den letzten zehn Tagen angegriffen. Die neuen Angriffe auf Medienzentren in Mexiko unterstreichen das Versagen der Behörden, Maßnahmen zu ergreifen, um Journalisten vor einer Welle von Einschüchterungen und Gewalt durch bewaffnete Banden zu schützen. Seit 2000 wurden 74 Journalisten in Mexiko getötet.

Zur AI-Pressemitteilung vom 16. November 2011

Guatemala und Mexiko (September 2011)

GUATEMALA & MEXIKO: MENSCHENRECHTE VON VERTRIEBENEN MÜSSEN RESPEKTIERT WERDEN

Amnesty International fordert die guatemaltekischen und mexikanischen Behörden auf, die Menschenrechte von 300 gewaltsam aus ihrer Gemeinde vertriebenen und auf mexikanisches Staatsgebiet geflohenen Personen zu achten und zu schützen.

Verfahrensrichtlinien und Grundrechte der Vertriebenen wurden von den Behörden missachtet. Wie es heißt, wurden die Vertriebenen vom Menschenrechtszentrum Usumacinta aufgenommen. Der dort tätige Pater Tomás González erhielt in einem anderen Zusammenhang Drohungen(Urgent action 274/2011).

Zur AI-Pressemitteilung vom 8. September 2011
in deutsch und in spanisch

Mexiko (August 2011)

MEXIKO: AUCH MILITÄRS MÜSSEN VOR ZIVILGERICHTE

Mit dieser Entscheidung folgt der Oberste Gerichtshof Mexikos dem Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs.

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Das Urteil ist ein historischer Schritt, um die Rechtsprechung militärischer Gerichte in Mexiko zu beschränken und den Opfern von Menschenrechtsverletzungen effektiven Rechtsschutz zu garantieren. Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 1. Oktober 2010 in den beiden Fällen Valentina Rosendo Cantú und Inés Fernández Ortega, die vom diesjährigen Amnesty International Menschenrechtspreisträger, Abel Barrera Hernández, und seinem Menschenrechtszentrum "Tlachinollan" betreut werden,ein entsprechendes Urteil gegen den mexikanischen Staat erlassen.

Weitere Informationen

Deutschland (Mai 2011)

6. AMNESTY-MENSCHENRECHTSPREIS FÜR ABEL BARRERA AUS MEXIKO

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Der Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernández und das von ihm gegründete Menschenrechtszentrum "Tlachinollan" aus Mexiko hat den 6. Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland erhalten. Die feierliche Verleihung des Preises fand am 27. Mai 2011 in Berlin statt. Barrera wurde der Preis beim "Fest für die Menschenrechte" zum 50. Jubiläum der Gründung der Menschenrechtsorganisation im Haus der Kulturen der Welt überreicht.

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Frankfurter Rundschau (Online) 19.3.2011:
Der Weg zur Gerechtigkeit

Interview mit Abel Barrera: „Der Staat hat abgedankt“

Honduras (April 2011)

Nach dem Putsch

Delegationsreise zur Lage der Menschenrechte
und Demokratiebewegung in Honduras

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Die Broschüre "Wir waren unsichtbar - Honduras nach dem Putsch. Perspektiven der Widerstandsbewegung" ist erschienen. Sie ist eine Gemeinschaftsproduktion der Lateinamerikanachrichten mit der Hondurasdelegation 2010 und kann über das Öku-Büro bestellt werden.

Seit Anfang Dezember befand sich eine vom Ökumenischen Büro, München, organisierte Delegation auf einer Reise durch Honduras.
Ziel der Delegationsreise war es, sich anderthalb Jahre nach dem Putsch gegen die Regierung Zelaya vor Ort über die aktuelle Lage der Menschenrechte zu informieren, die Forderungen der Demokratiebewegung zu erfassen und ihre Situation durch internationale Öffentlichkeitsarbeit in Europa publik zu machen.
Dazu wuren Menschenrechtsorganisationen, Vertreter_innen der Demokratiebewegung sowie nationale und internationale offizielle Stellen besucht und über ihre Haltung zur aktuellen politischen Situation befragt.

Blog zur Delegationsreise

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